DER ANSATZ VON ÄERDSCHËFF ASBL

Zusammenhänge verstehen.
Möglichkeiten erweitern.

Lernen, eine Situation zu verstehen, anderen Erfahrungen Raum zu geben und gemeinsam Antworten zu entwickeln.

Kopf, Herz,
Hände.

Zwei Teilnehmerinnen mit einer Schubkarre bei einer Aktivität im Freien
Gemeinsam durch Handeln lernen.

Von dem ausgehen, was wir erleben

Ein Schulweg, ein Gebäude, ein Gegenstand des Alltags: Unsere Workshops gehen von konkreten Situationen aus, um Fragen zu eröffnen. Ein aktiver und kooperativer Ansatz lädt die Teilnehmenden zum Beobachten, Erkunden, Gegenüberstellen von Sichtweisen und Erproben von Vorschlägen ein. Alle bringen ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit; die Gruppe lernt, zwischen Fakten, Annahmen und Meinungsverschiedenheiten zu unterscheiden.

Wechselwirkungen sichtbar machen

Unsere Arbeit zur nachhaltigen Mobilität verbindet Energie, Materialien, Gesundheit, Gerechtigkeit und die Gestaltung von Räumen. Hinter einem Weg stehen Infrastrukturen, Ressourcen, Zeit, Regeln und ungleich verteilte Zugangsmöglichkeiten. Wir untersuchen diese Systeme und ihre Rahmenbedingungen, ohne individuelle Entscheidungen zu bewerten. Ein Weg wird so zum Ausgangspunkt für ökologische Neuausrichtung und die Voraussetzungen einer bewohnbaren Welt.

Fächer zusammenarbeiten lassen

Eine gemeinsame Frage kann die Geografie einbeziehen, um einen Raum zu verstehen, die Naturwissenschaften, um Energieflüsse zu untersuchen, die Mathematik, um Daten zu vergleichen, oder die Kunst, um einem Vorschlag Gestalt zu geben. Die Schülerinnen und Schüler verbinden diese Beiträge in einem Ergebnis, das zur Diskussion steht: einer Karte, einer Untersuchung, einer Argumentation oder einem Prototyp. Gemeinsam mit den Lehrkräften klären wir die einzelnen Beiträge, die Verbindungen zwischen den Einheiten und das, was die Lernenden später anwenden können.

Handlungsfähigkeit entwickeln

Zusammenarbeit bedeutet auch, Bedürfnisse anzuhören, Meinungsverschiedenheiten besprechbar zu machen und Ideen im Austausch mit anderen zu überdenken. Wir laden dazu ein, die Auswirkungen eines Vorschlags, die benötigten Ressourcen und die betroffenen Menschen zu betrachten. In einem Low-Tech-Ansatz werden Nutzen, Zugänglichkeit, Ressourcenschonung und Instandhaltung zu gemeinsamen Fragen. Ziel ist es, Urteilsvermögen und die Fähigkeit zum gemeinsamen Handeln zu stärken und dabei planetare Grenzen und soziale Gerechtigkeit zu berücksichtigen.

Ein Beispiel für eine gemeinsame Frage

„Wie können wir den Schulweg für mehr Schülerinnen und Schüler nutzbar machen?“ Diese Frage kann eine Untersuchung der Wege, die Analyse des örtlichen Umfelds und die Ausarbeitung eines begründeten Vorschlags verbinden. Die Gruppe bestimmt, wer einzubeziehen ist, welche Informationen fehlen und unter welchen Bedingungen ein Versuch möglich wäre. Der Ablauf und seine Anpassung an die Klasse werden gemeinsam mit dem Team entwickelt.

Erproben und anschließend gemeinsam besprechen.

Nach einer Aktivität kommen wir auf Beobachtungen, Entscheidungen und Meinungsverschiedenheiten zurück. Die Nachbesprechung hilft zu unterscheiden, was wir gelernt haben, was ungewiss bleibt und unter welchen Bedingungen ein nächster Versuch möglich ist.

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