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Warum MOBILAB?

Warum trägt Äerdschëff MOBILAB?

Vom Gebäude zur Alltagsmobilität: gemeinsam erproben, lernen und Fragen stellen.

Eine nachdenkliche Figur als rosa Collage.

Was hat das mit dem Gebäude Äerdschëff zu tun?

Warum beschäftigt sich ein Verein, der mit einem experimentellen Gebäude verbunden ist, mit Mobilität? Weil uns das Gebäude mit einer Frage konfrontiert, die über das Bauen hinausgeht: Was braucht es, damit eine ressourcenschonendere Lebensweise im Alltag tatsächlich möglich wird?

Am Äerdschëff untersuchen wir diese Frage anhand von Materialien, Wasser, Energie und der Nutzung des Gebäudes. Mit MOBILAB übertragen wir sie auf unsere Alltagswege. Die Gegenstände ändern sich, doch unser Vorgehen bleibt gleich: ausprobieren, lernen und verstehen, unter welchen Bedingungen eine Alternative dauerhaft funktionieren kann.

Ein Gebäude funktioniert nicht von allein

Bioklimatische Planung, wiederverwendete Materialien und sparsame Technik reichen nicht aus, um einen Ort mit Leben zu füllen und seinen Betrieb aufrechtzuerhalten. Menschen müssen seine Funktionsweise verstehen, die Anlagen warten, praktisches Wissen weitergeben, notwendige Arbeiten finanzieren und Verantwortung teilen.

Das Gebäude wird so zu einem Lernort. Es ermöglicht uns, technische Entscheidungen gemeinsam mit der menschlichen Organisation zu betrachten, von der sie abhängen. Das Streben nach größerer Autonomie hebt unsere Beziehungen zu anderen nicht auf: Es regt dazu an, sie besser zu verstehen.

Diese Verbindung von praktischem Erproben, Bildung und gemeinsamem Hinterfragen möchte Äerdschëff asbl mit MOBILAB weiterführen.

Anders unterwegs zu sein wirft ähnliche Fragen auf

Ein leichteres Fahrzeug verändert für sich genommen noch keinen Tagesablauf. Man muss weiterhin Kinder oder Einkäufe mitnehmen, zur Arbeit kommen, einen Stellplatz finden, das Fahrzeug warten und bei unerwarteten Ereignissen eine Lösung finden können.

Leichte Zwischenfahrzeuge, auf Französisch vélis genannt, bieten einen Ausgangspunkt, um diesen Fragen nachzugehen. Weil sie ungewohnt sind, machen sie Voraussetzungen sichtbar, die uns beim Auto weniger auffallen: Reparaturangebote, Versicherungen, Regeln, Gewohnheiten und die Kenntnisse, die seine Nutzung ermöglichen.

Ein Gebäude und ein Fahrzeug haben unterschiedliche Funktionen und unterliegen unterschiedlichen Anforderungen. Beide laden jedoch dazu ein, über ihre technischen Daten hinauszublicken: Wer kann sie nutzen, für welche Tätigkeiten, mit welchen Ressourcen und welcher Unterstützung?

Erproben mit offenem Ergebnis

Mit MOBILAB wollen wir kein Fahrzeug als Universallösung präsentieren. Wir wollen Gelegenheiten schaffen, andere Formen der Mobilität auszuprobieren und gemeinsam zu verstehen und zu diskutieren, was sie ermöglicht oder verhindert.

Ein Versuch kann einen sinnvollen Einsatzbereich, einen Lernbedarf, eine fehlende Dienstleistung oder eine schwer überwindbare Grenze aufzeigen. Er kann auch deutlich machen, dass eine Lösung für bestimmte Situationen ungeeignet ist. Solche Erkenntnisse gehören zum Lernprozess.

Deshalb trägt Äerdschëff asbl dieses Projekt: um über die Gebäudemauern hinaus einen Ansatz weiterzuführen, der alltägliche Bedürfnisse, die dafür eingesetzten Ressourcen und die gemeinschaftlichen Voraussetzungen für Veränderung miteinander verbindet. Das Gebäude ist ein Ort des Experimentierens. MOBILAB eröffnet einen weiteren.